Linie 1 · Ergotherapie — mit Verordnung

Psychisch-funktionelle Behandlung in Augsburg

Der Schwerpunkt dieser Praxis: Ergotherapie dort, wo psychische Belastung den Alltag greifbar macht — bei Struktur, Energie, Rollen und Beziehungen. Als Hausbesuch, mit Privatverordnung.

Zehn Bausteine

01

Alltag verstehen und neu ordnen

Wir schauen gemeinsam, was den Alltag stört und zur Belastung wird, passen ihn an und entwickeln klare Pläne und Strukturen, die zu den eigenen Bedürfnissen passen. Auch Übergänge und neue Lebenssituationen werden begleitet: Umzug, Jobwechsel, Schulwechsel, Auszug, Elternschaft.

02

Selbstorganisation

Anleitung, wie Aufgaben eingeteilt und Prioritäten gesetzt werden. Große Vorhaben werden in machbare Schritte zerlegt; wir finden Systeme, die auch an schlechten Tagen tragen.

03

Grundbedürfnisse im Alltag verankern

Schlaf, Essen, Bewegung, Erholung — erst wahrnehmen, dann so einbauen, dass sie nicht als Erstes wegfallen. Dazu Begleitung beim Finden weiterer Unterstützungsangebote im Alltag.

04

Emotionen und Anspannung

Umgang mit Gefühlen, Selbstfürsorge, eigene Bedürfnisse erkennen und ernst nehmen. Stress und Anspannung abbauen, bevor sie kippen — mit konkreten Skills, die im Moment der Belastung abrufbar sind.

05

Soziale Kompetenzen und Umfeld

Training sozialer Fähigkeiten in konkreten Alltagssituationen: Kontakt aufnehmen, Missverständnisse klären, Grenzen setzen, über die eigene Belastung sprechen können. Auf Wunsch Blick auf das Familiensystem — welche Rollen und Muster den Alltag erleichtern oder erschweren.

06

Rollen und Teilhabe

Arbeit und Ausbildung, Haushalt und Freizeit — jeder Lebensbereich hat eigene Belastungsgrenzen und eigene Routinen, die tragen müssen.

Mehr dazu

Bei Arbeit und Ausbildung geht es um Belastungsgrenzen erkennen, Pausen gestalten, den Arbeitsplatz anpassen und Absprachen mit Vorgesetzten oder Lehrkräften vorzubereiten. Im Haushalt werden Aufgaben verteilt und in tragfähige Routinen gebracht. In der Freizeit geht es darum, Erholung zu finden, die wirklich erholt, und Kontakte und Interessen zu halten. Balance heißt: sichtbar machen, wohin die Kraft geht — und wohin sie gehen soll.

07

Verstehen, einordnen, Wege finden

Psychoedukation und Aufklärung: Was bedeutet die Diagnose konkret? Was erklärt sie, was nicht? Dazu Orientierung im Hilfesystem: welche Unterstützungsformen es gibt, wer wofür zuständig ist und wie man an sie herankommt.

08

Entspannungsverfahren

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Autogenes Training nach J. H. Schultz — zwei etablierte Verfahren, die im Alltag ankommen sollen.

Mehr dazu

Die Progressive Muskelrelaxation ist am leichtesten zu erlernen und am besten wissenschaftlich untersucht; mit Kindern wird sie spielerisch über Bilder und Geschichten vermittelt. Das Autogene Training arbeitet über Autosuggestion. Dazu kommen Atemübungen, Körperwahrnehmung und kurze Formen für zwischendurch. Entscheidend ist nicht nur die Technik, sondern das Erkennen eigener Stressauslöser und der Transfer in den Alltag.

09

Umfeld anpassen

Wohnraum, Arbeitsplatz und Schule werden so verändert, dass sie den Alltag tragen statt zu belasten — Hilfsmittel werden dabei eingerichtet, nicht nur empfohlen.

Mehr dazu

Im Wohnraum heißt das: Reizquellen entschärfen (Licht, Geräusch, Unordnung), einen Rückzugsort schaffen, Dinge sichtbar und auffindbar machen. Am Arbeitsplatz geht es um Sitzplatz, Kopfhörer, Bildschirm, Pausenorte und Absprachen im Team, in der Schule um Sitzplatz, Nachteilsausgleich und Abstimmung mit Lehrkräften. Hilfsmittel wie Timer, Wecker, Apps, Checklisten und visuelle Pläne werden gemeinsam eingerichtet.

10

Familie und Angehörige

Wenn ein Kind eine Diagnose oder Auffälligkeit hat, betrifft das die ganze Familie. Wir klären, was das konkret bedeutet, wie der gemeinsame Alltag tragfähig wird, wie Aufgaben und Rollen verteilt sind und wo Geschwister mitgedacht werden müssen. Auch für erwachsene Klienten gilt: Partner und Familie können auf Wunsch einbezogen werden.

Ich arbeite mit erprobten Konzepten zum Training sozialer Fähigkeiten und passe sie an die jeweilige Situation an — bei Kindern anders als bei Erwachsenen, im Beruf anders als in der Familie.

Passt das auf Ihre Situation? Das klären wir in der Vorabklärung.

Unsicher, ob das der richtige Weg ist? Zur Checkliste