Linie 1 · Ergotherapie — mit Verordnung

Wahrnehmung und Reizverarbeitung — Ergotherapie in Augsburg

Wenn Geräusche zu laut, Licht zu grell und der eigene Körper schwer zu lesen sind: sensomotorisch-perzeptive Behandlung hilft, die Wahrnehmung zu verstehen und den Alltag reizverträglich zu gestalten.

Wie die Wahrnehmung arbeitet

Zuerst klären wir, wie Reize ankommen: Welche wirken verstärkt, welche zu schwach? Geräusche, Licht, Berührung, Gerüche, Bewegung, Temperatur — jeder Mensch verarbeitet das anders.

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Manche Menschen brauchen mehr Reiz, um überhaupt etwas zu spüren, andere sind ständig im Zuviel. Verändern lässt sich, wie Reize dosiert, vermieden oder gezielt aufgesucht werden, wie die Umgebung angepasst wird — und vor allem, wie man früh merkt, dass es zu viel wird.

Körperwahrnehmung

Das Körperschema ist die unbewusste Landkarte des Körpers — wo sind meine Glieder, wie viel Kraft setze ich ein, wie viel Platz brauche ich? Die Interozeption ist die Wahrnehmung innerer Signale wie Hunger, Durst, Müdigkeit oder Anspannung.

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Ein schwaches Körperschema zeigt sich im Alltag als Anecken, ungeschickte Bewegungen, zu festes oder zu lockeres Zugreifen oder Schwierigkeiten mit Feinmotorik und Abstand. Kommen innere Signale spät oder gar nicht an, gehen Grundbedürfnisse im Alltag unter.

Achtsamkeits- und Wahrnehmungsübungen

Konkrete Übungen zur Selbstwahrnehmung: den Körper durchgehen und spüren, wo Spannung sitzt, oder eine alltägliche Tätigkeit bewusst statt nebenbei ausführen.

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Dazu kommen Ankerübungen über die Sinne, um bei Überflutung wieder im Hier zu landen, und Bewegung mit Wahrnehmungsfokus. Ziel ist nicht Meditation als Selbstzweck, sondern das frühere Erkennen von Frühwarnzeichen.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Lassen Sie es uns sortieren.

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